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Von zwei zu eins: Wie Dialog und Groupe T2i die Verwaltung digitalisieren

Geschrieben von Die Schweizerische Post AG | Nov 28, 2025 7:30:00 AM

Groupe T2i mit Sitz in Siders (VS) und Dialog Verwaltungs-Data in Baldegg (LU) entwickeln Softwarelösungen für kantonale und kommunale Verwaltungen, die den sicheren Informationsaustausch und die digitale Transformation unterstützen.

Dieter Lüscher, Sie werden ab 1. April 2026 das fusionierte Unternehmen leiten. Welchen Mehrwert bringt diese Fusion den Kunden von Dialog und Groupe T2i?

Dieter Lüscher, CEO von Dialog: Mit der neuen Organisation werden wir unsere Kompetenzen und Investitionen bündeln, um noch besser auf die Anforderungen der Verwaltungen einzugehen und uns als Unternehmen für die ganze Schweiz zu positionieren. Unsere Kunden erhalten ein breiteres Angebot und langfristige Stabilität.

Herr Kohli, wie würden Sie als CEO von Groupe T2i die strategische Bedeutung dieser Fusion beschreiben?

Christian Kohli: Mit der Fusion kombinieren wir das Know-how beider Teams in der Deutschschweiz und Romandie, um neue digitale Services schneller und passgenauer bereitzustellen. Wir vermeiden Doppelspurigkeiten und entwickeln Verwaltungslösungen noch schneller – und neu nun für die ganze Schweiz.

Welche Vorteile bringt die Fusion der beiden Konzerngesellschaften der Schweizerischen Post für die Kundinnen und Kunden?

Dieter Lüscher: Die Fusion bündelt Dienstleistungen und vereinfacht Prozesse. Kundinnen und Kunden profitieren von einem einheitlichen Angebot, weniger Schnittstellen und höherer Effizienz. Das führt zu schnelleren Abläufen, besserer Servicequalität und mehr Komfort durch digitale Integration.

 

Was sind die Vorteile für die Kundschaft in der Romandie?

Christian Kohli: Wir bieten weiterhin Nähe und Verlässlichkeit. Alle bisherigen Standorte und Ansprechpartner bleiben auch nach der Fusion bestehen – sowohl in der Romandie als auch in der Deutschschweiz. Die neue Organisation ist weiterhin in Siders (VS), Renens (VD) und Baldegg (LU) vertreten – Bern kommt als neuer Hauptsitz mit dazu.

Dieter Lüscher, was sind Ihre Prioritäten als CEO des fusionierten Unternehmens?

Dieter Lüscher: Meine Prioritäten sind klar: Vertrauen schaffen, Strukturen klären und Teams vereinen sowie Investitionen in unsere Lösungen sicherstellen. Nur so können wir als neues Unternehmen schnell handlungsfähig werden und unseren Kunden den maximalen Mehrwert bieten.

Welche Innovationen können die Kunden vom neuen Unternehmen erwarten?

Dieter Lüscher: Unsere Kunden dürfen sich auf echte Fortschritte freuen: Wir bringen die besten Funktionen beider ERP-Systeme in eine integrierte Plattform und ergänzen sie um neue Technologien wie KI-gestützte Datenanalyse, automatisierte Workflows und moderne Self-Service-Portale. Zudem setzen wir auf Cloud-Lösungen für mehr Flexibilität und Sicherheit. Das Ziel: Verwaltungsprozesse einfacher, schneller und zukunftsfähig machen.

Wo steht das neue Unternehmen in fünf Jahren?

Dieter Lüscher: In fünf Jahren sind wir der bevorzugte Partner für digitale Verwaltungslösungen in der Schweiz. Wir bieten nicht nur innovative und sichere Technologien, sondern überzeugen mit massgeschneiderten Lösungen, persönlicher Betreuung und tiefem Verständnis für lokale Bedürfnisse.

Herr Kohli, was wird Ihre neue Rolle im fusionierten Unternehmen sein?

Christian Kohli: Als stellvertretender CEO kümmere ich mich als Vertriebsleiter Westschweiz um die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden in der Romandie.

Wie wird es im neuen Unternehmen um die Datensicherheit stehen?

Dieter Lüscher: Datensicherheit hat für uns höchste Priorität – gerade im Verwaltungsbereich. Wir setzen auf modernste Sicherheitsstandards, kontinuierliche Updates und strenge Compliance-Vorgaben. Zusätzlich profitieren unsere Kunden von der Expertise und den Ressourcen der Post im Bereich Cybersicherheit. So stellen wir sicher, dass sensible Daten jederzeit geschützt sind und die Systeme den höchsten Anforderungen entsprechen.

 

Was sind die grössten Trends im Bereich E-Government?

Dieter Lüscher: Die drei grossen Trends im E-Government sind klar: Erstens die konsequente Nutzung von Cloud-Technologien für mehr Flexibilität und Skalierbarkeit. Zweitens die Automatisierung von Prozessen, um Effizienz und Geschwindigkeit zu steigern. Und drittens der Aufbau sicherer Datenräume, die den Schutz sensibler Informationen garantieren und gleichzeitig den Datenaustausch erleichtern.

Was motiviert Sie für den Aufbau des neuen Unternehmens?

Dieter Lüscher: Mich motiviert die einzigartige Chance, etwas Neues zu gestalten: Zwei starke Unternehmen zusammenzuführen und daraus eine Organisation zu formen, die Stabilität mit Unternehmergeist verbindet. Wir schaffen nicht nur Strukturen, sondern gestalten die Zukunft der digitalen Verwaltung – das treibt mich an.

Herr Kohli, wo sehen sie die kulturellen Herausforderungen dieser Fusion?

Christian Kohli: Die grösste kulturelle Herausforderung liegt darin, zwei gewachsene Unternehmenskulturen zu vereinen. Das gelingt nur mit Respekt, Offenheit und einem gemeinsamen Zielbild. Wir wollen die Stärken beider Seiten bewahren und gleichzeitig eine neue, gemeinsame Kultur schaffen, die Zusammenarbeit und Vertrauen fördert.

Was ist entscheidend für den Erfolg moderner Verwaltungslösungen?

Christian Kohli: Entscheidend ist Einfachheit: Unsere Lösungen müssen Prozesse für die Kunden spürbar erleichtern – intuitiv, effizient und ohne unnötige Komplexität. Nur so schaffen wir echten Mehrwert und Akzeptanz.